Was ist Ergotherapie?!

Ergotherapie zielt darauf ab, Kinder in ihrem Alltag so selbstständig wie möglich zu machen.

ErgotherapeutInnen können in den verschiedensten klinischen Bereichen tätig sein. So arbeiten wir mit Erwachsenen in der Neurologie und Orthopädie, auch auf der Psychiatrie und in der Geriatrie sind wir vertreten.

Die Arbeit mit Kindern umfasst folgende therapeutische Schwerpunkte:

  •  Grobmotorik
    (Koordination, Gleichgewicht, Bewegungsübergänge,...)
  • Fein- und Graphomotorik
    (Händigkeit, Stifthaltung, Strichführung,...)
  • Wahrnehmungsverarbeitung - sensorische Integration
  • kognitive Fähigkeiten
    (Gedächtnis, Ausdauer, Aufmerksamkeit, Konzentration,...)
  • soziale und emotionale Fähigkeiten
    (Selbstvertrauen, Kreativität, Eigeninitiative, Frustrationstoleranz,...)

Was erwartet mich in der Ergotherapie?

  • Diagnostik:
    Eine ausführliche Diagnostik ist wichtig, um die Therapie bzw. die Therapieziele passend für das Kind und die Familie planen zu können. Die erste Begutachtungseinheit gibt der Therapeutin einen groben Überblick über die Ressourcen und Defizite des Kindes, für eine ausführliche Diagnostik sind aber 2-3 Einheiten notwendig.
    Die Eltern und das Kind werden nach den Schwierigkeiten im Alltag bzw. in der Schule/Kindergarten gefragt. Auch die Wünsche und Ziele der Familie werden gleich zu Beginn abgeklärt.
    Die Diagnostik wird auf das Alter des Kindes abgestimmt, es finden freie Beobachtungen und wenn notwendig auch standardisierte Tests statt.  Beispiele dafür sind:

    • FEW2 - Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung 2
    • M-ABC 2 (Motoriktest)
    • Klinische Beobachtungen nach Jean Ayres (SI)
    • Beobachtung in freien Spielsituationen
    • Graphomotorische Begutachtung

Im Anschluss an die Begutachtung findet ein Elterngespräch statt, um die Ergebnisse zu besprechen und gemeinsam Ziele festzulegen.


  • Therapie:
    Nach der Begutachtung und gemeinsamer Festlegung der Therapieziele findet die eigentliche Therapie statt.
    Die Maßnahmen in der Ergotherapie sind vorwiegend Spiel, Alltagshandlungen und kreative/handwerkliche Tätigkeiten. Die Kinder sollen spielerisch motiviert und gefördert werden, um die Therapieziele zu erreichen.

    Das Wissen aus meinen Zusatzsausbildungen Sensorische Integration nach Jean Ayres und Kinderbobath wird je nach Bedarf eingesetzt.

 

  • Beratung
    Eine Therapie ist erst dann richtig erfolgreich, wenn das Kind das Gelernte in den Alltag übertragen kann. Damit das aber gelingen kann, ist ein guter Austausch zwischen Eltern und Therapeutin wichtig. In manchen Fällen reicht auch eine Beratung der Familie aus.


  • Kontakt mit dem Umfeld des Kindes:
    Bei Bedarf sind auch Besuche zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule möglich, damit man das Umfeld des Kindes gut abstimmen und beraten kann. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Therapie.

Wann braucht ein Kind Ergotherapie?

Kinder, die unauffällig entwickelt sind, kommen in ihrem Alltag gut zurecht. Sie können sich altersentsprechend bewegen, spielen, hantieren und kommunizieren. Sie sind den täglichen Aufgaben (wie z.B. anziehen, essen) gewachsen.


Wenn aber die Handlungsfähigkeit eines Kindes eingeschränkt ist, so fällt ihnen die Bewältigung des Alltag sehr schwer. Das wirkt sich sowohl auf die gesamte Familie als auch auf die emotionale und soziale Entwicklung des Kindes aus.

Gründe für die Ergotherapie:

  • Entwicklungsverzögerung, -störung
  • körperliche oder geistige Behinderungen
  • Autismus
  • angeborene oder erworbene neurologische Störungen (z.B. ICP)
  • Sensorische Integrationsstörung (Wahrnehmungsstörung)
  • Schwierigkeiten in der Grob- oder Feinmotorik
  • Schwierigkeiten in der Handlungs- und Bewegungsplanung
  • Auffälligkeiten in der Graphomotorik (unklare Händigkeit, Probleme mit der Stifthaltung/Strichführung etc.)
  • Schwierigkeiten die Aufmerksamkeit/Ausdauer/Konzentration betreffend
  • Linkshändigkeitsberatung
  • Teilleistungsstörungen, Lernstörungen
  • soziale und emotionale Probleme
  • Schreibabys
  • Verzögerung der Spielentwicklung
  • Auffälligkeiten in der Kommunikation

Wie komme ich in die Ergotherapie?

 

Für eine ergotherapeutische Begutachtung und Therapie ist eine fachärztliche Überweisung (=Kinderarzt) notwendig. Nach dem ersten Termin muss diese dann - gemeinsam mit dem von der Therapeutin ausgestellten Behandlungsplan -  bewilligt werden.

Ich bin Kassentherapeutin der ÖGK und der BVAEB, d.h. ich rechne direkt mit den Kassen ab - für Sie entstehen daher keine Kosten. PatientInnen der SVS müssen die Kosten übernehmen und können im Anschluss die Überweisung einreichen. Es werden ca. 80 % der Kosten refundiert.


Über mich - Stefanie Semper

  • Persönliches:
    Mein Name ist Stefanie Semper, ich wurde 1988 in Waidhofen geboren und bin - bis auf die Studienzeit - meiner Heimat treu geblieben. Seit 2016 bereichert mein Sohn mein Leben und dafür bin ich jeden Tag dankbar. Kinder sind für mich der Schlüssel zum Glück  - wenn man es zulässt, kann man jeden Tag von ihnen lernen.

    War ich in der Vergangenheit ein Glückskind und von Erfolg verwöhnt, so musste ich in den letzten Jahren lernen, dass einem das Leben auch auf eine harte Probe stellen kann. "Am Weg zurück" durfte ich aber auch erfahren, dass man mit Dankbarkeit,  positiver Energie und den richtigen Weggefährten nahezu alles schaffen kann.
    Das ist der Grundgedanke von "Semper in via" - "immer am Weg" bleiben, stetig weitergehen und daran glauben, dass selbst der längste Umweg irgendwann ans Ziel führt.

  • Ausbildung:
    Volksschule und Gymnasium Waidhofen an der Thaya
    Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Horn
    FH Wr. Neustadt - Bachelorstudiengang Ergotherapie (Abschluss 2010)

  • Berufliches:
    Ambulatorium Sonnenschein St. Pölten 2010 - 2013
    Förderzentrum und Ambulatorium Gmünd 2013 - 2019
    freiberuflich tätig in der eigenen Praxis seit 2014

  • Zusatzausbildungen:
    Sensorische Integration nach Jean Ayres
    Kinderbobath-Therapeutin
    Elternberatung in der pädiatrischen Ergotherapie
    Geschickte Hände - Graphomotorik Weiterbildung
    Fotointerview - Kinder finden ihre Ziele selbst
    Cranio Sacrale Therapie (in Ausbildung)

Über mich - Klara Knotzer

  • Persönliches:
    An meinem Beruf fasziniert mich vor allem, Kinder und Jugendliche, welche weniger Möglichkeiten haben, die verschiedensten Anforderungen ihres Alltags zu bewältigen, unterstützen zu können. Meine Intention ist es, jene, die Schwierigkeiten haben sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, zielführend und sinnvoll in ihr zu handeln, ein Stück ihres Weges fördernd zu begleiten.

    In einer immer schnelllebigeren Zeit und den immer höheren Ansprüchen an das „Kind-Sein“, ist es mir, neben therapeutischen Schwerpunkten, ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche zu bestärken auf ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vertrauen, um sicher und selbstbewusst durch ihren Alltag zu gehen.

    Ergotherapie im Fachbereich Pädiatrie zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre Rollen, sei es in der Familie, in der Schule/dem Kindergarten oder in ihrem Freundeskreis, selbstständig, zufriedenstellend und mit Freude wahrnehmen zu können.

    Grundlage aller therapeutischer Maßnahmen ist der tatsächliche Entwicklungsstand des Kindes/Jugendlichen. Ziel einer ergotherapeutischen Einheit ist es, die mit Ihnen und Ihrem Kind vereinbarten Ziele spielerisch und lustvoll in die Therapie zu verpacken, um die alltäglichen Anforderungen für Ihr Kind und die Familie zu erleichtern.

  • Ausbildung | Berufliches:
    - geboren 1994

    - Berufs- und Reifeprüfung an der HLF Krems
    - Bachelorabschluss Ergotherapie 2017, FH Gesundheitsberufe OÖ

    - seit 2017 Ergotherapeutin bei Gesellschaft
      für ganzheitliche Förderung - Ambulatorium | Förderzentrum 
      Schwerpunkte:
      Kinder und Jugendliche | Schwerst- und Mehrfachbehinderung 

    - freiberufliche Tätigkeit seit Herbst 2020

  • Ablauf | Organisatorisches:
    Ich bin Wahltherapeutin, daher sind die Kosten der Behandlung vorerst von Ihnen zu bezahlen und können nachträglich bei Ihrer Krankenkasse zur teilweisen Kostenerstattung eingereicht werden. Nehmen sie den Verordnungsschein zur ersten Therapieeinheit mit. Nach der ersten Einheit stelle ich Ihnen einen Behandlungsplan aus. Damit kann die Verordnung bei der Krankenkasse zur Bewilligung eingereicht werden.

    Für einen Kostenzuschuss bzw. eine Kostenerstattung benötigen Sie:
    - die bewilligte Verordnung im Original
    - die Gesamtrechnung im Original 
      mit beigelegtem Einzahlungsabschnitt

 


Stefanie Semper , BSc.

 

 

ergotherapie@semperinvia.at

 


0664/3985678

 

Klara Knotzer, BSc.

 

 

ergotherapie@semperinvia.at

 

 

0664/9791231